Bildung - IV. Barbara Strasser zur Föderung der Kunst

"Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar." (Paul Klee)

Wir werden jeden Tag mit Bildern aller Art überschwemmt, aber um zu verstehen, was Werke der bildenden Kunst bedeuten und - im Sinne Paul Klees - sichtbar machen können, genügt das blosse Sehen nicht: Dazu ist das bewusste Schauen, die vertiefte Auseinandersetzung mit Kunstwerken nötig. Und diese wiederum ist von fundiertem Grundwissen abhängig. Um dieses Schauen zu lernen, ist Vermittlung von Kunst und entsprechendes Grundlagenwissen unabdingbar. Kunstunterricht sollte idealerweise bereits bei Kindern und Jugendlichen einsetzen: Sie sind ja auch das zukünftige Kunstpublikum, das aufgebaut und gefördert werden muss. Leider ist Kunstgeschichte in der Schweiz ein schulisches Stiefkind und meist nicht einmal an Mittelschulen obligatorisches Fach. Die Aufwertung dieses Fachbereichs ist wichtig und trägt wesentlich dazu bei, Grundwissen zu erwerben, die persönliche Beziehung zur Kunst zu fördern und zu vertiefen und damit - nicht zuletzt - auch ein Instrument zum differenzierten Umgang mit Fotos und der alltäglichen Bilderflut vermittelt zu bekommen.

Barbara Strasser, Kunsthistorikerin lic. phil.

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"Lesen schadet der Dummheit."

- unbekannt -

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